Eg-Schule

Unterrichtsidee Archiv

Dienstag

28

August 2018

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Augmented Reality selbst erstellen mit HP Reveal

Geschrieben von , Eingetragen in Apps, digitales Lernen, Unterrichtsidee

Als Augmented Reality („AR“) bezeichnet man grob gesagt eine Erweiterung der Realität mit Hilfe digitaler Ergänzungen. So wird beispielsweise bei einem Blick durch eine Smartphonekamera etwas in der realen Welt sichtbar, was eigentlich gar nicht da ist. Das wohl bekannteste Beispiel hier für ist Pokémon GO, mit dem die digitalen Monster in Parks, auf Straßen usw. erscheinen und sich einfangen lassen.

Solche AR-Elemente lassen sich auch selbst erstellen und zwar mit Hilfe von HP Reveal. Diese sind zwar nicht so komplex, es lassen sich aber mit recht einfachen Mitteln schon kleinere Effekte erstellen, etwa auf einem Arbeitsblatt ablaufende Videos oder bei einem Scan erscheinende Texte und Bilder. Dazu muss man ein sogenanntes „Trigger-Bild“ hochladen und mit den Elementen versehen, die dann erscheinen sollen. Wenn man dieses dann veröffentlicht und mit der HP Reveal App (kostenlos für iOS und Android) scannt, startet die Magie.

Den Erstellungsprozess inklusive eines Beispiels habe ich einmal in einem Video festgehalten:

Wie lässt sich AR nun sinnvoll im Unterricht nutzen? Ein paar lose Gedanken dazu habe ich mir natürlich gemacht. Über Ergänzungen in den Kommentaren freue ich mich!

  • Man könnte die AR-Elemente Nutzen, um Lösungen bzw. Lösungshilfen einzublenden
  • Manchmal möchte man, dass Bilder zunächst ohne Ablenkungen auf die Schülerinnen und Schüler wirken können. Zusätzliche Informationen könnten mittels AR eingeblendet werden.
  • Ich habe eine Stationsarbeit und möchte, dass sich Schülerinnen und Schüler einen Filmausschnitt ansehen und im Anschluss Aufgaben dazu bearbeiten. Ein gedrucktes Vorschaubild könnte beim Scan lebendig werden.
  • Ansonsten starre Schaubilder können dynamisiert werden, Plakate und Poster können mit zusätzlichen Informationen, Bildern und Videos versehen werden.

Noch gibt es leider einige Dinge, die meines Erachtens an HP Reveal verbesser werden könnten, um die Nutzbarkeit noch zu erhöhen. Das wäre:

  • Die Möglichkeit, Textfelder direkt im HP Reveal Studio erstellen zu können. Aktuell funktioniert das nur über den Umweg, Text als Bilddateien zu speichern und einzufügen, da aktuell nur Video-, Bild- und Audiodateien sowie 3D-Modelle eingefügt werden können.
  • Um die Effekte sehen zu können, muss man zumindest zur Zeit zwingend einen Account haben und demjenigen, dessen AR man ansehen will, folgen. Das wird man bei seinen Schülern schwer durchsetzen können. Übergangsweise kann man einen Zweitaccount erstellen und die Zugangsdaten hiervon an die Schülerinnen und Schüler weitergeben. Eine elegante Lösung ist das aber natürlich nicht.

Bleibt zu hoffen, dass HP hier und da noch etwas nachbessert, denn Spaß macht es schon, die erstellten Effekte anzuschauen. Falls ihr einmal meine zwei Beispiele anschauen wollt, die ich hinterlegt habe, könnt ihr gern einmal auf meinem Account vorbeischauen. Eine direkte Verlinkungsmöglichkeit gibt es anscheinend nicht, aber man findet mich dort – natürlich – unter „eg-schule“.

Donnerstag

14

Dezember 2017

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Audiofeedback mit QR-Codes: Eindrücke vom ersten Versuch

Geschrieben von , Eingetragen in digitales Lernen, Geschichte, Unterrichtsidee

In letzter Zeit wurde im „Twitterlehrerzimmer“ Audiofeedback statt schriftlicher Rückmeldung relativ stark thematisiert. Und da ich mich schon seit Längerem sehr mit dem Thema Feedback beschäftige, war es schnell klar, dass ich das auch ausprobieren wollte. Dank meiner Audioausstattung für meine Videos war das auch relativ leicht realisierbar. Denn während viele Kolleginnen und Kollegen auf die Vocal Recall App setzten, wollte ich lieber alles in eigener Hand haben. Der Datenschutz lässt grüßen. Zumindest wird hier noch eine Überprüfung erfolgen müssen.

Der Versuch

Ich sammelte eine schriftliche Aufgabe in Geschichte ein. Die Schülerinnen und Schüler hatten aus mehreren Aufgaben die Auswahl und sollten eine davon schriftlich abgeben. Da wir besondere Aufmerksamkeit auf die Methodik gelegt haben, wollte ich in meinem Feedback vor allem darauf eingehen. Ziel war es, dass das Feedback den Lernenden hilft zu erkennen, was sie bereits gut machten und was sie verbessern können.

Das Vorgehen

Folgende Arbeitsschritte führte ich durch, um das Audiofeedback zu erstellen und verfügbar zu machen: (mehr …)

Mittwoch

1

April 2015

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Schnupperstunde Latein

Geschrieben von , Eingetragen in Latein, Unterrichtsidee, Unterstufe

Bald ist es wieder soweit und die jetzigen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler müssen sich entscheiden, ob sie als zweite Fremdsprache Französisch oder Latein nehmen. Um ihnen die Entscheidung zu erleichtern, gibt es Schnupperstunden, die einen ersten Eindruck geben sollen – viel mehr bekommt man in 45 Minuten auch nicht hin.

Was sollte diese Stunde genau leisten? Mir waren folgende drei Punkte am wichtigsten:

  1. Den Nutzen des Lateinlernens vermitteln
  2. Ein realistisches Bild des Lateinunterrichts geben
  3. Zeigen, dass Latein auch Spaß machen kann

Zum ersten Punkt ließe sich natürlich richtig viel sagen, aber das ist alles fernab der Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern der fünften Klasse. Darum habe ich mich darauf beschränkt zu zeigen, wie viel sich auch heute aus dem Lateinischen ableitet, indem ich ein Sammelsurium an Produkten und Gegenständen mitgebracht und gezeigt habe. Im Idealfall wissen sie immer noch, warum Nivea, Fructis und Penaten so heißen, wie sie heißen, und warum wir von Video und Audio sprechen.

Das zentrale Element des Lateinunterrichts ist das Übersetzen, also dringend notwendig in einer Probestunde. Es gab einen leichten Text, der sich in einer römischen Schule abspielt und relativ gut auch ohne Vokabelkenntnis erschließbar ist. Ich habe zwar auch eine Vokabelliste eingereicht, aber das klappte insgesamt ganz gut durch spontane Klärung. Erste grammatische Eigenheiten des Lateinischen wurden auch schnell erkannt und gelesen wurde auch.

Fehlt noch der Spaßeffekt. Für die Kürze der verbliebenen Zeit sollte etwas her, bei dem alle mitmachen können und das keine großen Erklärungen braucht. Ein Lied auf Latein zu singen hat genau diese Kriterien bestens erfüllt. Ich habe mich für eine lateinische Version von „Hänschen Klein“ entschieden, da war den meisten auch die Melodie bekannt.

Am Ende war auch noch Zeit, ein paar individuelle Fragen zu beantworten.