Bald ist es wieder soweit und die jetzigen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler müssen sich entscheiden, ob sie als zweite Fremdsprache Französisch oder Latein nehmen. Um ihnen die Entscheidung zu erleichtern, gibt es Schnupperstunden, die einen ersten Eindruck geben sollen – viel mehr bekommt man in 45 Minuten auch nicht hin.
Was sollte diese Stunde genau leisten? Mir waren folgende drei Punkte am wichtigsten:
- Den Nutzen des Lateinlernens vermitteln
- Ein realistisches Bild des Lateinunterrichts geben
- Zeigen, dass Latein auch Spaß machen kann
Zum ersten Punkt ließe sich natürlich richtig viel sagen, aber das ist alles fernab der Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern der fünften Klasse. Darum habe ich mich darauf beschränkt zu zeigen, wie viel sich auch heute aus dem Lateinischen ableitet, indem ich ein Sammelsurium an Produkten und Gegenständen mitgebracht und gezeigt habe. Im Idealfall wissen sie immer noch, warum Nivea, Fructis und Penaten so heißen, wie sie heißen, und warum wir von Video und Audio sprechen.
Das zentrale Element des Lateinunterrichts ist das Übersetzen, also dringend notwendig in einer Probestunde. Es gab einen leichten Text, der sich in einer römischen Schule abspielt und relativ gut auch ohne Vokabelkenntnis erschließbar ist. Ich habe zwar auch eine Vokabelliste eingereicht, aber das klappte insgesamt ganz gut durch spontane Klärung. Erste grammatische Eigenheiten des Lateinischen wurden auch schnell erkannt und gelesen wurde auch.
Fehlt noch der Spaßeffekt. Für die Kürze der verbliebenen Zeit sollte etwas her, bei dem alle mitmachen können und das keine großen Erklärungen braucht. Ein Lied auf Latein zu singen hat genau diese Kriterien bestens erfüllt. Ich habe mich für eine lateinische Version von „Hänschen Klein“ entschieden, da war den meisten auch die Melodie bekannt.
Am Ende war auch noch Zeit, ein paar individuelle Fragen zu beantworten.