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Donnerstag

26

Januar 2017

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Heldentat und Monstertod

Geschrieben von , Eingetragen in Schulleben, Unterstufe

Flyer der KlassenzimmeraufführungDiese Woche gab es für die Lateinschülerinnen und -schüler der 6. Klassen ein ganz besonderes Highlight: Das extra für Klassenzimmer konzipierte Theaterstück „Heldentat und Monstertod“, aufgeführt vom Schauspieler Deniz Ekinci, brachte die aufmerksam zuschauenden Kinder mit bekannten Geschichten der antiken Mythologie in Berührung. In 44 Minuten wurden die Geschichte des Daedalus, die Aufgaben des Herakles, die tragische Figur des Ödipus und in einem blitzlichtartigen Finale weitere mythologische Figuren wie Sisyphus vorgestellt. Garniert wurde die Aufführung mit einer reichlichen Portion Humor – alle haben sich köstlich amüsiert. Insbesondere über die Einbindung aktueller Trends wie der Dab (das ist diese „Tanzbewegung“, die zur Zeit alle machen, wenn einem etwas gut gelungen ist), wenn Herakles seine Aufgaben erfüllt, oder Narziss, der den lieben langen Tag Selfies von sich macht, kam bei den Schülerinnen und Schülern hervorragend an. Auch ich musste mehrfach herzlich lachen.

Im Anschluss wurde das zuvor Gesehene noch einmal mit Theaterpädagoge Konrad Schulze rekapituliert und aufgearbeitet. Die Kinder sollten beispielsweise benennen, welche Eigenschaften ein Held haben sollte und wer für sie ein Held ist. Neben den zu erwartenden Antworten gab es hier auch ein paar schöne und rührende Überraschungen. Zum Schluss durfte dann in einer Fragerunde noch über das Theater und den Schauspielberuf gefragt werden, was die Schülerinnen und Schüler ausgiebig in Anspruch genommen haben.

Es waren alle sichtlich begeistert und vielleicht war es ja für so manchen ein Anstoß, Theater nicht direkt mit Langeweile in Verbindung zu setzen. Ein Türöffner für die wunderbaren Geschichten der antiken Mythologie war es allemal.

Mittwoch

1

April 2015

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Schnupperstunde Latein

Geschrieben von , Eingetragen in Latein, Unterrichtsidee, Unterstufe

Bald ist es wieder soweit und die jetzigen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler müssen sich entscheiden, ob sie als zweite Fremdsprache Französisch oder Latein nehmen. Um ihnen die Entscheidung zu erleichtern, gibt es Schnupperstunden, die einen ersten Eindruck geben sollen – viel mehr bekommt man in 45 Minuten auch nicht hin.

Was sollte diese Stunde genau leisten? Mir waren folgende drei Punkte am wichtigsten:

  1. Den Nutzen des Lateinlernens vermitteln
  2. Ein realistisches Bild des Lateinunterrichts geben
  3. Zeigen, dass Latein auch Spaß machen kann

Zum ersten Punkt ließe sich natürlich richtig viel sagen, aber das ist alles fernab der Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern der fünften Klasse. Darum habe ich mich darauf beschränkt zu zeigen, wie viel sich auch heute aus dem Lateinischen ableitet, indem ich ein Sammelsurium an Produkten und Gegenständen mitgebracht und gezeigt habe. Im Idealfall wissen sie immer noch, warum Nivea, Fructis und Penaten so heißen, wie sie heißen, und warum wir von Video und Audio sprechen.

Das zentrale Element des Lateinunterrichts ist das Übersetzen, also dringend notwendig in einer Probestunde. Es gab einen leichten Text, der sich in einer römischen Schule abspielt und relativ gut auch ohne Vokabelkenntnis erschließbar ist. Ich habe zwar auch eine Vokabelliste eingereicht, aber das klappte insgesamt ganz gut durch spontane Klärung. Erste grammatische Eigenheiten des Lateinischen wurden auch schnell erkannt und gelesen wurde auch.

Fehlt noch der Spaßeffekt. Für die Kürze der verbliebenen Zeit sollte etwas her, bei dem alle mitmachen können und das keine großen Erklärungen braucht. Ein Lied auf Latein zu singen hat genau diese Kriterien bestens erfüllt. Ich habe mich für eine lateinische Version von „Hänschen Klein“ entschieden, da war den meisten auch die Melodie bekannt.

Am Ende war auch noch Zeit, ein paar individuelle Fragen zu beantworten.